1. Februar 2021

Hinterfrag dich mal! Selbstreflexion – Basis deiner Veränderung

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Hinterfrag dich mal! Selbstreflexion - Basis deiner Veränderung
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Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, sagt man doch auch so schön. ist aber so! Wir müssen wissen wer wir sind, warum wir Dinge tun, zuvor wir etwas verändern können.
Ich mag das Wort müssen eigentlich nicht, denn es schränkt ein, gibt vor, doch in diesem Fall, kann das eine nicht ohne dem Anderen.Und um zu wissen, müssen wir Fragen und in diesem Fall uns selbst.

Manche von uns sind hier echt Naturtalente. Die wissen einfach genau die Antworten, was sie ansport, warum & wieso, und arbeiten dann genau daran. Und manche von uns erarbeiten sich die Fähigkeiten zur Selbstreflexion erst. Gerade wenn es darum geht den Kopf auch um die Ecke denken zu lassen und tief nach Antworten zu forschen. Die erste Antwort ist nicht automatisch die richtige.

Wie also Filtern und wirklich tiefer erforschen? Wie eine Antwort finden? 

Das zu lernen ist gewissermaßen die Grundbasis für deine gesamte Persönlichkeitsentwicklung und Selbstoptimierung. Diese Selbstreflexion zu nutzen wird dein Leben verändern und ist aber auch eine Lebenslange Aufgabe.  Unser Kopf befindet sich im stetigen Wandel. Je nach Tagesverfassung und emotionalem Zustand denken und handeln wir anders, und haben somit auch wieder andere Antworten auf unsere Fragen.  

Und da soll man also nun durchblicken und rausfinden was davon das richtige ist? JA! Denn mit der Zeit ergibt sich ein klares Bild. Viele Komponenten und einzelne Erkenntnisse kommen zusammen und es wird klarer. Wenn wir nur einen einzigen Moment betrachten, wie soll da die passende Antwort aus etwas ganz großem hervorstechen?


Ein kleiner Schwank aus meiner Vergangenheit: 
Ich hatte ein Buch gelesen in der eine Frau sich Gedanken darüber machte, warum es ihr so wichtig ist, was andere von ihr denken. Quasi wie sie alles darauf ausrichtet, dass die Meinung der Anderen dem entspricht, wie sie auch wirken möchte. Zugegeben das hatte mich beschäftigt, da die Frage auf mich so zutraf. Ich fand darauf einfach keine Antwort. Es war halt einfach so, geht doch jedem so dachte ich mir und das dann, so dachte ich zumindest, ziemlich verdrängt. 

Eines Abends saß ich dann mit meinen Freunden in einer Taverne zusammen und mit einem Mal kamen mir Bilder hoch aus meiner Kindheit: Da sagte man mir „was sollen da die Anderen denken“. Es ist nun das klassische Klischee es auf die Kindheit zu schieben, aber für mich war auf einmal trotzdem klar: Ich hatte es so gelernt und verinnerlicht, die Meinung der Anderen zählt. Punkt.

Ich will das jetzt auch nicht werten, ob das gut oder schlecht ist. Es geht nur um die Tatsache, dass es manchmal Zeit braucht etwas zu erforschen, und das vieles Unterbewusst passiert, dann wenn wir es eben nicht einmal merken.

Ich muss in diesem Moment wohl ausgesehen haben wir ein aufgeschrecktes Reh. Aber plötzlich konnte ich daran arbeiten, denn auf einmal war eine Ursache dar, und auf einmal wusste ich dass mich daran etwas stört, jetzt konnte ich es angehen und daran arbeiten. 
Es kann wird es unter Umständen wirklich lange dauern die richtigen Antworten zu finden. Aber unabhängig von diesem Fakt:

Wie fang ich denn nun an mit dem selbst hinterfragen, wie fange ich an wirklich Erkenntnisse zu bekommen?

Selbstreflexion und Selbstanalyse ist mehr, als sich nur mal in der Dusche an die Wand starrend zu fragen, warum bin ich so? Es ist ein Prozess in vielen Phasen, die Details erspar ich dir an dieser Stelle:

Also es braucht zunächst gar nicht viel. Eigentlich nur ein Notizbuch und einen Stift, oder wenn du möchtest kannst du natürlich auch einfach am Laptop, ipad etc. alles notieren. Wie du dich wohl fühlst.  Wichtig ist nur, dass du es wirklich nutzt und dir deinen Prozess, deine Fragen und Antworten notierst, auch wenn es vielleicht lästig und ungewohnt anfühlt. Außerdem Kontinuierlichkeit: gib nicht auf wenn es dir am Anfang schwer fällt und es nicht so recht klappen möchte, und gib nicht auf wenn die Anfangsmotivation verflogen ist.  Zieh es durch.

Gewappnet mit deinem Notizobjekt schnappst du dir jeden Tag 5 Minuten deiner Zeit, gehst an einem Ort an dem du für dich komplett ungestört sein kannst. Lass dein Handy auch liegen, oder schalte es sogar stumm. Egal ob du am Schreibtisch sitzt, auf der Couch oder im Bad. Beschäftige dich ganz in Ruhe nur mit dir und deinen Gedanken. Und 5 Minuten sind wirklich nicht viel. Überleg mal wie schnell 5 Minuten vorbei sind wenn du durch Instagram scrollst, oder dir einen Kaffee machst. Wir arbeiten uns Stück für Stück vorran.

Am Anfang nimmst du dir jeden Tag eine Frage vor, die du dir selbst stellst. 
Und dann schreibst du alles auf, was dir dazu in den Kopf kommt. Alles. Nicht nur konkrete Antworten, nicht nur Gedanken die dazu passen, sondern auch wenn du völlig abschweifst (was im übrigen total normal ist), dann schreib auf was passiert ist. Fass deine Bilder in Worte, oder wenn du magst zeichne auch etwas. Egal wie, es muss nur aus deinem Kopf heraus ins Notizbuch gelangen.

Zu Beginn mag das durch aus wenig Sinn ergeben, so ist es ungewohnt für uns.  Aber ich verspreche dir, irgendwann ergeben all diese Stimmungen, diese vielen Notizen ein klares Bild. Es ergeben sich Oha-Effekte. Und manchmal ganz zwischendrin, entdecken wir plötzlich Dinge, die haben wir nie hinterfragt, nie erforscht, aber sie machen Türen auf.  Es ist einerseits eine Übung überhaupt in das Durchführen einer Selbstanalyse reinzufinden, aber andererseits lernst du auch hier bereits dich selbst besser kennen. 

Jetzt sprech ich ständig von stell dir selbst fragen, aber welche denn überhaupt?

Wer Selbstreflexion bereits durchführt und kann, der kann sich gezielt den Punkten widmen, die er verändern möchte. Du willst mehr Organisation haben, weißt aber nicht wo und wie du anfangen sollst? Dann frage dich, wie du bisther Teilaspekte deines Alltags organisierst, wie du vorgehst, und warum. Für diejenigen die aber Selbstreflexion noch so ein Rätsel unendlicher Fragen ist, ist es am einfachsten wenn du dich erst Mal „einfache“ Dinge frägst um in die Übung zu kommen. Hierfür gibt es online ganz viele Vorlagen. 

Hier ein paar Fragen zur Selbstreflexion, die ich persönlich wirklich super finde 🙂

  • Was bringt dein Herz zum Singen? Die Frage find ich viel schöner gestellt, als nach der eigenen Leidenschaft zu fragen. Es drückt so viel mehr Gefühle aus und man kann emotional sofort viel mehr damit in Verbindung bringen.
  • Was zaubert dir ein Lächeln aufs Gesicht?
  • Wie möchtest du dich fühlen? Beschreib hier wirklich das Gefühl sehr genau. Nicht nur ein Wort wie glücklich, sondern was es für dich ausmacht, wie es sich anfühlt.rageg
  • Was lässt dich alles um dich herum vergessen?

Besonders Fragen die positive Emotionen, Erinnerungen und Freude wecken eignen sich hervorragend. Denn gerade die, können wir besonders gut wieder geben, beschreiben, und mit einigem in Verbindung bringen.

Während du dann selbst ein Interview mit dir führst, erlaube es dir, tiefer zu gehen. Mit tiefer mein ich, auch aus Antworten wiederrum Fragen abzuleiten. Erlaube dir verschiedenste Bereiche und Perspektiven zu betrachten.

Bleiben wir bei der Frage: Was bringt dein Herz zum singen. Also quasi, was ist deine Leidenschaft, was inspiriert dich?
Ein Teil meiner Antwort wäre nun das Wasser, unter Wasser sein. Es gibt für mich keinen schöneren Ort auf der Welt als tief unten Flora und Fauna zu bestaunen, Tiere zu beobachten. Ich könnte dahinter nun einen Haken machen, beantwortet. Oder ich gehe tiefer.

Warum fasziniert mich das Wasser so sehr. Warum fühle ich mich da so wohl, warum bringt es mein Herz zum singen? Und dann komme ich auf Antworten die das Gefühl der Schwerelosigkeit, der Freiheit, der Ruhe beschrieben. Mir wird klar, dass ich dort innere Ausgeglichenheit finde. Dass es mich befreit, mich entspannt, und dass der Alltag mir zu viele Reize bringt. Ich ziehe die Erkenntniss daraus, dass wenn ich mich auch über Wasser ganz im reinen mit mir selbst befinden möchte, ich auch meditieren könnte und so weiter.

Was hat Selbstreflexion mit optimierter Organisation zu tun?

Es geht um die Erkenntnisse die wir lernen zu ziehen. Wenn wir lernen zu verstehen, was uns wirklich wichtig ist, lernen wir unseren Fokus zu setzen, Prioritäten anders anzuwenden. Unser Selbstmanagement, und wie erfolgreich das beihalten der Struktur, das bekämpfen des inneren Schweinehunds, funktioniert. Außerdem hilft uns die Fähigkeit der Selbstreflexion zu verstehen und erkennen zu können, was wir bereits erfolgreich verändert haben, welche Auswirkungen es auf uns hat sowohl im zeitlichen Kontext, als auch im emotionalen persönlichen Kontext.

Als witziger Effekt ist auch oft zuerkennen, dass bei Menschen die langfristig eine Struktur und Ordnung verändert und optimiert haben, auch Veränderungen in der gesamten Persönlichkeit gab.

So ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anreize und Inspiration zur Selbstreflexion da lassen, und wünsche dir viel Spaß beim Experimentieren, lernen und Erkenntnisse gewinnen.