7. März 2021

Die Bedeutung deiner Zeit: Was ist dir deine Zeit wert?

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Die Bedeutung deiner Zeit: Was ist dir deine Zeit wert?
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Viel zu viel zu tun, viel zu wenig Zeit!

Ich gestehe, Ich gehöre zu diesen Menschen die das ständig gejammert haben. Hätt ich nur ein bisschen mehr Zeit. Ja, aber, ich würd ja, aber ich schaffe das nicht. Ich wette du denkst dir das auch ganz oft.

Ganz im ernst, diese Aussagen waren der größte Mist den ich je von mir gegeben habe. Das was ich jetzt sage, das wird dir vielleicht nicht gefallen, und ich werde mir nun sicherlich ein paar Feinde machen, aber ich sag es trotzdem: (Wir wollen hier ja schließlich Klartext reden!)

Was kann denn die arme Zeit dafür, dass du nicht weißt richtig damit umzugehen?

Also mein Tag hat 24 Stunden, die CEO mit 3 Kindern hat 24 Stunden, der Krankenpfleger hat 24 Stunden… ich denke du weißt worauf ich hinaus möchte. Die Zeit ist eine konstante, sie verändert sich nicht und ist nach aktuellen Forschungen bei uns allen gleich.

Klingt alles logisch, müssen wir uns aber tatsächlich erst einmal richtig Bewusst werden. Du hast die Zeit. Sie steht dir im Prinzip genau so zur Verfügung wie allen anderen Menschen. Es liegt also an dir diese Zeit zu nutzen.

Echt mist wenn man jetzt auf einmal selbst schuld ist und nicht mehr die anderen? Ja ging mir auch so… es ist viel angenehmer einfach nur zu akzeptieren als wenn man plötzlich auch noch was tun oder verändern muss.

Jeder von uns hat seine Laster mit sich herum zu tragen.

Die einen haben Verpflichtungen gegenüber Kindern, eventuell pflegebedürftig Verwandte oder eben andere Verantwortungen. Nicht alles kann immer zu 100% selbst bestimmt werden. Aber, und das ist der einzige Kontext in dem ich ein Aber akzeptiere, es liegt in unserer Hand zu entscheiden wie wir damit umgehen, was wir daraus machen.

Wir alle haben Bedürfnisse. Zu ernst natürlich körperliche Bedürfnisse, schlafen, essen – Lebenserhaltung eben. Darauf folgen Bedürfnisse der eigenen Sicherheit, Geborgenheit, Soziales, Freunde, sowie Wertschätzung und individuelle Persönlichkeitsentfaltung. Und das alles versuchen wir in unser Leben, in den Alltag, unter zu bekommen. Wir können die Dinge geschehen lassen, und uns nun fremd beeinflussen und steuern lassen. Oder wir packen es an und ändern die Grundlegende Art und Weise über Zeit zu denken.

Ich weiß, das klingt jetzt alles immer so einfach. Ist es ganz und gar nicht. Es ist harte Arbeit, aber ich verrate dir etwas:

Allein wenn du anfängst es zu versuchen und nicht aufgibst, allein dann hast du schon mehr erreicht als 90% der Menschen, die sich nie Gedanken darüber gemacht haben.

Jetzt kennst du den ersten Schritt. Du kannst ihn gehen:
Wir denken also von nun an in Prioritäten. Was ist dir wirklich wichtig. Was ist dir deine Zeit wert?in der Folge Selbstreflexion und Selbstanalyse hab ich dir erzählt wie wichtig es ist, dass du dich selbst hinterfragen kannst. Genau hier kommt das bereits zum tragen. Und genau hier sind wir schon bei der wesentlichsten Ausgangsbasis des Zeitmanagements angelangt. Erst einmal zu wissen, dass man die Kontrolle hat. Anschließend kommt das WIE, doch eines nach dem Anderen.

Wenn du das nächste Mal der Freundin das Kaffeetreffen absagen willst, dann denkst du dir nicht ich hab keine Zeit, sondern „nein das ist gerade nicht meine Priorität ich habe einen anderen Fokus“.
Wenn du das nächste Mal Netflix vor einer guten Abendlektüre bevorzugst, überlege dir genau ob die Serie deine Zeit wert ist. Frage dich welches Bedürfniss du damit stillst, und worauf du stattdessen verzichtest um Netflix zu sehen.

Die Antwort kann selbstverständlich auch einfach JA lauten. Wir dürfen uns natürlich auch einfach mal berieseln lassen wollen. Aber genau das ist es, du willst es dann.

Entscheide dich BEWUSST dafür. Sage bewusst ja: diese Zeit nehme ich mir jetzt! Die Zeit ist es mir Wert.

Ich stell mir den Tag immer so ein bisschen wie ein gleichseitiges Dreieck vor- nein du musst jetzt nicht zurück in den Mathe-Unterricht. An jeder Ecke des Dreiecks ist ein Bereich der mir wichtig ist. Bei mir wäre das nun also Studium – Selbstständigkeit – Freizeit. Sagen wir ich brauche 9 Stunden am Tag für Körperliche Bedürfnisse. Dann habe ich 15 Stunden für Studium, Selbstständigkeit und Freizeit.

Und jetzt kann ich meine Prioritäten setzen. An einem Tag an dem ich intensiv für eine Klausur lernen muss, trotzdem aber irgendwo das Geld reinkommen muss durch Arbeit, werde ich tendenziell wenig Freizeit zur Verfügung haben. Das ist aber okay, denn ich habe mich ja bewusst dazu entschieden eine gute Note in dem Modul zu wollen, und ich habe mich für meine Selbstständigkeit entschieden und damit auch klar und deutlich den Kompromiss in Kauf genommen, dass die Freizeit vielleicht hin und wieder kürzer kommen wird.

Ohne Verzicht wird es kaum gehen. An irgendeiner Stelle wirst du Abstriche machen müssen, und damit verrat ich dir sicherlich nichts Neues. Der Punkt ist nur der, wie du die Entscheidung dessen triffst, was für ein Verzicht es ist, und zu welchem Zweck.

Ich erzähl keine Neuigkeiten, es ist alles logisch: Der entscheidende Faktor, ist das wirklich umzusetzen. Die meisten Fehler passieren, weil wir spontan etwas Anfangen, weil wir jetzt eben darauf Lust haben, oder weil wir glauben „das wird schon gut gehen.“ Und auf einmal stehen wir mit einem Berg voll Arbeit hier, und wissen nicht wie das alles gehen soll.

Im worst case passiert auch noch etwas Unvorhergesehenes. Das kann uns ziemlich aus der Bahn werfen. Es kostet uns unheimlich viel Kraft, Nerven, Zeit und Energie. Aber wenn du vorher schon ein gewisses Verständnis für Zeit und deinen Tag hattest, und wie du das gliederst, bewusst Entscheidungen triffst und dich nicht deinen Emotionen auslieferst, sondern sie mit einbeziehst, und umwandelst – dann kannst mit Unvorhergesehenem so umgehen, dass sie dich nicht vollständig aus der Bahn werfen.

Du kannst besser die Kontrolle übernehmen, die eigenen Entscheidungen treffen. Du kannst sagen, ich WILL jetzt faul sein, das ist okay, das ist die Bedeutung meiner Zeit, das ist es mir wert.

Es ist ein allgemein ein anderer Umgang, eine andere Sichtweise in unserem Kopf. Wir haben nicht mehr diese Rechtfertigungen, oder Ausreden. Es ist einfach die Aussage „ich habe eine andere Priorität, mein Fokus ist woanders“.

Kleiner Ausflug zum Thema Fokus: Es ist wirklich wichtig, dass wir uns auf Dinge einzeln und spezifisch konzentrieren. Spoiler: Multi-Tasking ist nämlich eine Lüge, aber dazu kommen wir in einer anderen Folge.

So das solls auch schon gewesen sein, für die kürzere aber hoffentlich wertvollen Folge. Ich wünsch dir viel Spaß beim ausprobieren: Hinterfrag deinen Tag, für was geht deine Zeit drauf?

Vielen Dank fürs einschalten und bis zum nächsten Mal 🙂